Zum Inhalt springen
Zum Inhalt springen

Land- und Seewindzirkulation

Das ist ein die Richtung wechselnder Wind. Bei Schönwetter weht der Wind nachts von dem sich abkühlenden Land zum wärmeren Meer, tagsüber von dem jetzt kühleren Meer zum erwärmten Land.

Alle Begriffe
Darunter versteht man ein tagesperiodisches Windsystem, dass vermehrt bei Strahlungswetterlagen auftritt. Es ist auf die unterschiedlichen Wärmeeigenschaften von Land- und Wassermassen zurückzuführen. Tagsüber erwärmt sich das Land schneller als die Wasseroberfläche, es entsteht ein Druckgefälle zwischen Land und Meer. Dieses Druckgefälle hat eine landeinwärts gerichtete Strömung zur Folge, der so genannte Seewind. In den Abendstunden stellt sich die Zirkulation um, die Landflächen kühlen schneller aus und die Wasserflächen speichern noch längere Zeit Wärme. Dies hat eine entgegengesetzte Luftströmung zur Folge (Landwind). Die Land- und Seewindzirkulation ist vor allem in den Tropen und in den mittleren Breiten aufgrund der starken Sonneneinstrahlung sehr deutlich ausgebildet. Der wechselnde Sonnenstand und die unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit der Erde sind stets Ursache für die Bildung von thermisch angetriebenen, periodischen Windsystemen. Hierzu zählen neben der Land- und Seewindzirkulation auch das Berg- und Talwindsystem.
Land- und Seewindzirkulation
Quelle: foxytoul / AdobeStock