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Gartenwetter für Deutschland

Ihr Ratgeber für optimale Pflanzenpflege, saisonale Arbeiten und phänologische Beobachtungen im Gartenjahr.

Empfehlung des Monats

Unser Gartentipp

So verlegen Sie Rollrasen richtig

Wer einen Garten neu anlegt, möchte schnell sichtbares Grün haben. Die einfachste Variante ist Rollrasen. Grundlegend ist ein guter Boden, der schon zwei Wochen vor dem Verlegen vorbereitet werden sollte. Einen Tag vorher muss man den Boden nochmals aufharken, damit die Wurzeln des Rasens rasch anwachsen. Am Tag der Rollrasenverlegung wird der Boden trittfest gewalzt. Dann geht es ans Ausrollen. Innerhalb von 36 Stunden sollte der Rasen an Ort und Stelle sein, sonst wachsen die Wurzeln nicht mehr ausreichend an. Wie beim Tapezieren wird der Rasen ebenfalls leicht versetzt gelegt und anschließend gewalzt. Zum Schluss gießt man den neuen Rasen. Auch in den kommenden Wochen bleibt das Gießen das A und O. Der Rollrasen benötigt ein- bis zweimal am Tag Wasser. Wer dies hinreichend beherzigt, wird jede Menge Freude an seinem Rasen haben.

Phänologischer Kalender

Natur im Jahreslauf – Juni

Phänologischer Kalender für Juni

Die Phänologie beschreibt die Entwicklungserscheinungen in der Natur, die im Jahresverlauf regelmäßig auftreten und bezieht sich dabei vor allem auf die Ökologie und die Biogeografie. Mittels eines phänologischen Kalenders werden die Eintrittszeiten bestimmter Erscheinungen erfasst. Insgesamt gibt es 10 phänologische Zeiten. Allerdings ist das Eintreten dieser Zeiten regional unterschiedlich und deckt sich nicht mit den meteorologischen oder astronomischen Jahreszeiten. Im Süden beginnen pflanzliche Entwicklungen in der Regel früher als im Norden, im Flachland ebenfalls eher als in höheren Lagen.

Der phänologische Kalender dient in der Landwirtschaft als Grundlage zur Beurteilung, welche Arbeiten anstehen und durchzuführen sind. Das Pflanzenjahr beginnt mit dem Vorfrühling Ende Februar-Anfang März. Die ersten Schneeglöckchen und der Winterjasmin blühen, Haselnuss und Salweide zeigen ebenfalls Blüten. Während des Erstfrühlings blühen Forsythie, Kirsche und Birne. Die Natur ergrünt. Landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln und Rüben werden in die Erde gebracht.

Der Vollfrühling im April und Mai bringt dann überall das Grün zurück. Markant ist vor allem die Blüte des Apfels. Im Frühsommer, der größtenteils im Juni herrscht, blühen vorrangig Gräser und der Schwarze Holunder. Die heißeste Zeit des Jahres wird durch den Hochsommer gekennzeichnet. Dann blüht die Sommerlinde, Johannisbeeren reifen. Der Spätsommer lässt frühe Obstsorten reifen. Die zweite Heuernte wird eingefahren, das Heidekraut beginnt zu blühen.

Während des Frühherbstes reifen der Schwarze Holunder und die Haselnuss. Im Vollherbst können Quitten, Walnüsse, Äpfel und Wein geerntet werden. Das Laub beginnt sich zu verfärben. Mit dem Laubabwurf der Wildbäume setzt der Spätherbst ein. Ab Ende November herrscht dann Winter, die Vegetation ruht bis zum Start ins neue Gartenjahr.

Das Gartenlexikon im Juni

Wissen für Ihren grünen Daumen

Gartenlexikon Juni: Knollenfenchel
maunzel / AdobeStock

Knollenfenchel

Fenchel war schon bei den alten Griechen und Römern ein beliebtes Gemüse. Man sät ihn am besten zwischen Mitte Juni und Mitte Juli mit einem Reihenabstand von 40 Zentimetern. Die kleinen Pflanzen werden später in der Reihe auf 25 Zentimeter vereinzelt. Fenchel braucht zum Wachsen viel Wasser und ausreichend Nährstoffe. Geerntet wird ab Ende Oktober.